Glaube und Aberglaube

Rettung des späteren Gnadenbildes von Maria Plain aus dem Feuer, 1774

Amulette, Medaillen und Andachtsbildchen, eine Sonderausstellung vom 2. November 2010 bis 2. Februar 2011: Die Ausstellung „Glaube und Aberglaube“ beschäftigt sich mit der religiösen Alltagskultur des Barock. Im Zentrum steht eine Sammlung von etwa 1.800 Kreuzen, Medaillen, Bildchen, Votiven und Amuletten aus dem Besitz der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung.
Die schiere Menge macht deutlich, dass es sich bei diesen Objekten um Massenware handelte. Sie richteten sich an ein breites Publikum, das sie je nach Schicht, Bildung und Zweck unterschiedlich verwendete: als Andenken an eine Wallfahrt, als Schmuck der Kleidung oder des Heims oder als Schutz vor Zauber und Krankheiten.

Brand Mühldorfs, 1640

Anhand von Bildern, Büchern und anderen Zeugnissen macht die Ausstellung die Umstände dieser Verwendung deutlich. Krankheiten und Katastrophen spielten ebenso eine Rolle wie der Glaube, dass Gott in der Welt allgegenwärtig ist und wirkt. Im Zusammenspiel der Objekte und ihrer Bedeutungen werden die Grenzen zwischen Glaube und Aberglaube erkennbar.