Vogelfrei und Vogelwild

Falkner bei der Arbeit

Der Mensch und seine Vögel:
17. September bis 7. November 2010

Vögel zählen mit zu den ersten Tieren, die der Mensch domestizierte. Bereits vor 8000 Jahren gab es erste Versuche das Huhn zu zähmen, die älteste Hausgeflügelart überhaupt. 3000 v. Chr. begann der Mensch schließlich damit Ziervögel zu halten und etwa 1000 Jahre später setzte er die Vögel zur Jagd ein, der sogenannten Beizjagd. Die akrobatischen Flieger und bunten Sänger waren schon sehr früh Teil des menschlichen Alltags und der menschlichen Kultur – und das überall auf der Welt.

Mongolische Reiter

Als ein Experte für diese lautlose Jagd galt auch der preisgekrönte Wildfotograf Horst Niesters (1937 – 2009). Horst Niesters engagierte sich erfolgreich für den Arten- und Naturschutz. Er trug mit seinen Zuchten – u.a. Nachzuchten des Weißkopfseeadlers – Fotografien und seinem Engagement für Greifvögel in Medien und Literatur wesentlich zum Erhalt und zur Aufklärung über diese stolzen Tiere bei. Einige seiner beeindruckenden Fotografien werden in dieser Ausstellung zu sehen sein, die die große Bandbreite der Beziehung zwischen Menschen und ihren Vögeln darstellen will.

Eichelhäher

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den vielen Bereichen, in denen sich Mensch und Vogel begegnen. Von der Jagd auf verschiedenes Federwild, über die riesige Bandbreite domestizierter Vögel, die uns als Haus- und Nutztiere dienen, bis hin zu den Vögeln, die uns in Parks, in der Stadt und sogar in unserer Sprache begegnen. Der größte Bereich der Ausstellung widmet sich der Beizjagd, in der die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Vogel auf einen faszinierenden Höhepunkt gebracht wurde.

Falkner
Kohlmeise