Rückschau:
Wild & Wildkräuter
Aus der Kulturlandschaft auf den Teller

„Die Pflege der Kulturlandschaft fördert die Artenvielfalt unserer bayerischen Heimat. Hervorragendes Wildbret und schmackhafte Wildkräuter laden uns zum Genießen ein.“

Staatsminister Helmut Brunner

Wildkräuter

Der Mensch hat sich Wildpflanzen über die Jahrhunderte hinweg für die Ernährung, als Baumaterial, für Kleidung oder als Heilmittel nutzbar gemacht. Das alte Wissen um den Wert von Wildkräutern und Früchten der Kulturlandschaft kann vielen Menschen heute helfen, sich bewusster zu ernähren. Durch Kräuterpädagoginnen können sie die nutzbaren Arten kennenlernen und erfahren, was bei deren Verwendung zu beachten ist.

Wild

Unsere vielfältige Kulturlandschaft ist Ergebnis der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung. Darüber hinaus sichern Landwirte die Artenvielfalt durch spezielle Maßnahmen wie z. B. die Anlage von mehrjährigen Blühflächen, Hecken und Streuobst. Dort fühlen sich Hase, Fasan und Rebhuhn besonders wohl.

Bayern ist zu etwa einem Drittel bewaldet und damit das waldreichste Land in Deutschland. Die Wälder werden seit Jahrhunderten bewirtschaftet. Sie sind nicht nur Rohstofflieferant, sondern auch wertvoller Lebensraum für Wild.

Wildschweine, Rehe und Hirsche können aber Schäden in Wald und Flur verursachen und müssen daher vom Jäger reguliert werden. Auch für das Aufwachsen gesunder Mischwälder ist die Jagd unverzichtbar. Das aus der Jagd gewonnene heimische Wildbret ist ein wertvolles Lebensmittel und Fleischgenuss direkt aus der Natur.

Wild & Wildkräuter

In erster Linie denkt man bei der Landwirtschaft an die Produktion von Nahrungsmitteln. Aber unsere bäuerliche Kulturlandschaft bietet uns sehr viel mehr:

Viele Wildpflanzen werden häufig nur als „Unkräuter“ angesehen. Doch lassen sich darunter echte Delikatessen finden! Essbare Wildkräuter sind z. B. das allseits bekannte Gänseblümchen oder der Löwenzahn. Aber auch Arten wie der Giersch und der Gundermann sind vielfältig verwendbar. Bucheckern, Schlehen sowie viele Früchte aus Mischwäldern und Hecken schmecken Mensch und Tier.

So ernährt sich das Wild auf natürliche Weise und wir erhalten durch die Jagd ein ursprüngliches Lebensmittel. Wildbret aus Bayern steht als regionales Produkt für kurzeTransportwege, optimale Frische und höchste Qualität.

Kein Wunder, dass Wild und Wildkräuter aus Bayern beim ernährungs- und umweltbewussten Verbraucher voll im Trend liegen.

Einkommenskombination Kräuterpädagogik

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten initiierte die Qualifizierung von rund 540 Bäuerinnen zu Kräuterpädagoginnen. Sie nutzen die Wildkräuter in und um den Hof. Ihr fachliches und pädagogisches Wissen bringen sie in Führungen und Vorträgen ein.

Sie halten Kochkurse, sind Partner von Gastronomie und Tourismus oder betreiben einen Hofladen. Mit diesen Aktivitäten leisten die Bäuerinnen einen Beitrag zur Einkommenssicherung der landwirtschaftlichen Betriebe und erhöhen die Attraktivität und Wertschöpfung in der Region.