Jagdgründe

Eine andere Geschichte der Macht

Sonderausstellung von 13. November 2019 bis 31. März 2021 im Weißen Saal des Museums

Seit dem Mittelalter besteht zwischen Jagd und Macht ein Zusammenhang: nur die herrschende Elite durfte jagen. Als Privileg des Adels wurde die Jagd auch zu einer symbolisch-politischen Handlung, deren Inszenierung der Machtsicherung diente. Über viele Jahrhunderte war die Jagd ein Oberschichten- und Männerphänomen.

Die Ausstellung JAGDGRÜNDE zeigt die Jagd als Aktionsfeld von Mächtigen. Sichtbar werden Akteure und Netzwerke in Vergangenheit und Gegenwart, in Ost und West, in Politik und Wirtschaft, ihre Motive und Ziele. Auch die Geschichte des Museums selbst erfährt eine neue Deutung: die Gründung des Deutschen Jagdmuseums zeigt eindrucksvoll die ideologische Instrumentalisierung jagdlicher Themen.

Heute ist die Jagd eine andere. Sie hat den Anschein der Exklusivität verloren, sie wird weiblicher und stellt sich den Herausforderungen der Gegenwart: Artenvielfalt, Naturschutz und Verantwortung motivieren viele Jäger.

Zusatzangebot:

19.1.2020, 15 Uhr
Führung: „Jagdgründe – Wilderei und bürgerliche Jagd“. Diese Kuratorenführung mit dem Historiker Dr. Martin W. Rühlemann konzentriert sich auf die bürgerliche Jagd und die Wilderei um 1900.

9.2.2020, 15 Uhr
Führung: „Jagdgründe - Die Jagd im NS-Staat und der DDR.“ Die Kuratorenführung mit der Historikerin Dr. Franziska Brüning konzentriert sich auf die unterschiedliche Instrumentalisierung der Jagd im Nationalso-zialismus und der DDR.

11.2.2020, 18 Uhr
Vortrag: Das Deutsche Jagdmuseum und seine Gründung. Nationalsozialistische Ideologie im Licht von Jagd und Macht. Ein Vortrag von Dr. Andreas Heusler, Historiker und Kurator der Ausstellung „Jagdgründe“. Warum ein Jagdmuseum? Warum in München? Die Gründungsgeschichte des Deutschen Jagdmuseums ist auch eine Geschichte über die NS-Elite der „Hauptstadt der Bewegung“, eine Geschichte über Eitelkeit, Inszenierung und Begünstigung. Und eine Geschichte über München – die Stadt, in der alles begann und die sich nur zu gern als Mittelpunkt des nationalsozialistischen Deutschland sah.

 

  • Die Ausstellung wird von einem spanenden Rahmenprogramm begleitet. Schauen Sie doch gleich hierrein und machen Sie sich ein Bild.
  • Führungen für Gruppen ab 5 Personen sind nach Absprache buchbar. Schreiben Sie uns einfach auf info[.at.] jagd-fischerei-museum.de
  • Wer der Jägersprache nicht mächtig ist oder mehr Hintergründe zur Jagd erfahren möchte, bekommt an der Kasse unser "Kleines Lexikon der Jagd"
  • Auf junge Besucher ab dem Lesealter wartet unser kleiner Kurfürst Max in der Ausstellung. Und wer das Begleitheftchen von der Kasse nach dem Besuch ausgefüllt vorzeigt, darf sich auf einen besonderen Gruß vom "Max" freuen.
  • Schließlich noch unser Flyer zum Download.

 

Finanziert mit freundlicher Unterstützung von:
Staatliches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Landeshauptstadt München
Förderverein Deutsches Jagd- und Fischereimuseum
Bayerischer Jagdverband (BJV)