Sonderausstellung Bärenland
Skulpturen und Bilder von Anatol Donkan
21. Juli bis 12. September 2010
Anatol Donkan ist ein Angehöriger der Nanai, ein Volk am Ufer des Amur im Osten Sibiriens. Hier macht jeder das, was seinem Talent entspricht: Fischen, Jagen oder Sammeln. Die Stammesältesten haben die Aufgabe, mit Geschichten Brauchtum und Tradition des indigenen Nordvolkes an die jüngste Generation weiterzugeben.
So gestaltet Donkan seine „Geisterhäuser“ (Skulpturen) aus Holz im Sinne seiner Ahnen, die von einer Verbindung einer Menschenfrau mit einem Bären entstammen. Die Schamanen wählten immer ungewöhnliches Material für ihre Geisterhäuser, so auch Anatol Donkan, der nach dem Orkan Kyrill gestürzte Bäume im Bayerischen Wald auf- spürte und daraus die Formenwelt der Geisterhäuser entstehen ließ und den Orkan bannte.
Anatol Donkan ist vielen als Gerber, der aus Fischhäuten Leder macht oder als Künstler, der Schamanenfiguren aus Holz schnitzt bekannt. Im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum stellt er seine Skulpturen und eine Vielzahl seiner Ölbilder aus. Wenn der große Strom Amur der „Schwarze Drachen“ zu gewaltigem Eis gefriert, entstehen Geschichten und Formenwelten die Anatol Donkan in seinen Bildern erzählt. Ebenso zeigt er künstlerisch gestaltete Objekte aus Lachs- und Störleder, dass vom ihm eigens nach alter Tra- dition gegerbt wurde.


