Willkommen im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München

Willkommen im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München. Wer in München vom Karlstor (Stachus) in Richtung Marienplatz geht, wird bestimmt nicht an den großen Tierplastiken eines Bronzekeilers und eines Welses – in Bayern Waller genannt – vorbeikommen, ohne nicht unwillkürlich einen Blick auf die hochragende Fassade der ehemaligen Augustinerkirche zu werfen. Die gotische Basilika in der Fußgängerzone ist die Heimstätte eines der schönsten Museen Deutschlands, dem Deutschen Jagd- und Fischereimuseum.

Neugestaltung des Dioramengangs im ersten Zwischengeschoß des Museums

Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum wird umgebaut. Der Dioramenrundgang im Erdgeschoß wird völlig neu gestaltet und soll den Besuchern auf vielseitige und spannende Weise die heimische Tierwelt sowie grundlegende Konzepte von Nachhaltigkeit und Naturschutz näher bringen.

Seit dem 12. Oktober 2013 ist der Dioramenrundgang des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums daher wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Die ersten großen Arbeiten beginnen am Montag, den 21. Oktober 2013.

Aufgrund der Unannehmlichkeiten bietet das Museum für die Zeit des Umbaus veränderte Eintrittspreise:

  • Regulär: 2,50 €
  • Kinder bis 10 Jahre: 1,00 €

Wir bitten um Ihr Verständnis und freuen uns Sie im Frühjahr 2014 in unserem neugestalteten Waldbereich willkommen heißen zu dürfen.

Öffnungszeiten

Täglich (Montag bis Sonntag) von 9.30 Uhr bis 17 Uhr, letzter Einlass 16:15 Uhr.
Donnerstag Abendöffnung bis 21 Uhr, letzter Einlass 20:15 Uhr.

An Feiertagen keine Abendöffnung.

Faschingsdienstag, Heiligabend und Silvester geschlossen.

Jetzt mit Audioguide

Der Förderverein des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums München hat einen Audioguide finanziert, der nun seit August im Einsatz ist. Dieser beinhaltet eine spezielle Kinderführung, sowie eine Erwachsenenführung in Deutsch und Englisch.

Leihgebühr: 1,50 €

Video: Besuch im Jagd- und Fischereimuseum

Eintrittspreise

geänderte Preise wegen Umbau:

Erwachsene: 2,50 €
Kinder (bis 10 Jahre): 1,00 €
Arbeitslose, Rentner, Behinderte, Studenten: 2,50 €
Schulklassen pro Schüler (2 Begleitpersonen frei): 2,00 €

Geschichte des Museums kurzgefasst

Es waren vor allem bayerische Forstleute, die bereits am Anfang des letzten Jahrhunderts die Idee eines Jagdmuseums verfolgten.  Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten verfolgte vor allem der berüchtigte Münchner NSDAP-Stadtrat Christian Weber, ein leidenschaftlicher Jäger und Reiter, dieses Projekt weiter. So konnte im Jahr 1934 die weltbekannte Geweihsammlung des Grafen Arco-Zinneberg als Grundstock für das in München geplante Museum gekauft werden. Im selben Jahr wurde auch der Verein Deutsches Jagdmuseum gegen den massiven Widerstand des „Reichsjägermeisters“ Hermann Göring gegründet. Nach langer Standortsuche in München konnte Weber als Vereinspräsident  am 16. Oktober 1938 im Nordflügel des Schlosses Nymphenburg das neue Jagdmuseum eröffnen. Nach Kriegsbeginn wurde das Museum geschlossen und 1941 evakuiert.

Nach dem Krieg war lange unklar, was mit den verbliebenen Exponaten des ehemaligen Jagdmuseums geschehen sollte. Auf Initiative und durch den massiven Einsatz des damaligen SPD-Oberbürgermeisters Thomas Wimmer konstituierte sich der Verein Deutsches Jagdmuseum 1949 neu. Wimmer wurde 1. Vorsitzender des Vereins und erreichte schließlich 1960 die Umwandlung des Vereins in  die Stiftung Deutsches Jagdmuseum. Die Stifter des Museums sind heute der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Deutsche Jagdschutzverband, der Deutsche Angelfischerverband, der Bayerische Jagdverband und der Landesfischereiverband Bayern. Am 3. November, am Hubertustag, des Jahres 1966 wurde schließlich das neue Museum in der ehemaligen, 1803 profanierten, Augustinerkirche mitten im Herzen Münchens mit einer Ansprache von Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel eröffnet. Heute werden im Museum auf ca. 3000 m² herausragende Zeugnisse der Jagd- und Fischereikultur von der Steinzeit bis in die Gegenwart gezeigt. Interaktive Medien erlauben dem Besucher spielerisch einen Einblick in das Weidwerk und den Fischfang.

Das Fundament der Sammlung bilden fast 1000 präparierte Tiere (Fische, Vögel und Haarwild). Hinzu kommen Schädel und biologische Präparate. Überragende Bedeutung haben die Gemälde, Handzeichnungen und Grafiken, die Sammlung von Gläsern und Porzellan mit vielfältigen Jagd- und Tiermotiven. Reichhaltig ist die Sammlung der Jagdwaffen mit kunstvollen Gravierungen, Intarsien und figürlichen Reliefs. Im Jahr 1982 wurde das Museum um die erste Süßwasserfischereiabteilung im deutschsprachigen Raum erweitert und trägt seitdem den Namen Deutsches Jagd- und Fischereimuseum.

Mit Sonderschauen unter dem Motto „Der Kultur auf der Spur“ und „Der Natur auf der Spur“ schlägt das Museum den Bogen von Jagd und Fischerei hin zu Umwelt- und Naturschutz.

Das Museum erarbeitet derzeit zwei Publikationen, die sich ausführlich mit der Gründungsgeschichte und der Rolle des Museums in der NS-Zeit beschäftigen. Diese werden Mitte des Jahres 2014 erscheinen.

Die Museumsleitung und der Stiftungsvorstand lehnen jegliches rechtes Gedankengut ab. Daher und aufgrund der Geschichte des Hauses, ist das Museum seit 2013 auch Mitglied der Initiative „Kunst und Kultur für Respekt –  Münchner Kunst- und Kulturschaffende gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus“.