Eingestellte Jagd, Stelljagd
Historische Jagdform, bei der das Wild, i.d.R. Hochwild, in umstellte oder eingezäunte, auch gelappte, kleinräumige Gebiete getrieben wird, aus denen es kaum Entkommen gab. Je nach Form des eingestellten Jagens warteten die Schützen gemeinsam an einem bequemen Ort , bei Prunkjagden in der Regel sogar an reich geschmückten Pavillons u.ä., auf das Wild, um es dann zu erlegen. Diese Form der Jagd war besonders in der Barockzeit ein als Spektakel ausgelegter Zeitvertreib höherer Kreise. Damit verbunden waren wochenlange Vorbereitung, hohe Kosten und Jagdfrondienste, die durch Bauern geleistet werden mussten. Mit eigentlicher Jagd hat dieses Spektakel nur wenig gemein.