Fuchsprellen
Ein grausamer Zeitvertreib, der an Fürstenhöfen zur allgemeinen Belustigung betrieben wurde. Ein Fuchs oder anderes Kleinwild wurde dabei auf sogenannten Prelltüchern, breiten Laken, von mehreren Personen immer wieder in die Luft geschleudert (geprellt), solange bis er daran auf quälerischste Art starb. Es galt als Ziel, den Fuchs möglichst hoch zu werfen und ihn möglichst langsam zu töten. Besonders abscheulich war das figurierte Prellen, bei dem die Tiere vor dem Einlaufen in den umzäunten Hof noch kostümiert und mit Hüten ausstaffiert wurden.