Niederwild

Die Bezeichnung Niederwild klassifiziert verschiedene jagdbare Tierarten unter eine Kategorie und stammt aus der Zeit des Feudalismus. Nach Einführung des römischen Jagdrechts gehörte jegliches Wild dem herrschenden Fürsten. Die Jagd war ausschließlich einer bestimmten Personengruppe, zusammengesetzt aus Adel und Klerus, vorbehalten. Je nach Status standen den hochgestellten Jägern verschiedene Privilegien zu. Niederwild bezieht sich also nicht auf den bevorzugten Lebensraum oder die Größe des Wildes selbst, sondern auf dessen Position im feudalen Jagdrecht. Niederwild durfte auch vom niederen Adel und Klerus erlegt werden. Heute hat sich lediglich die Begrifflichkeit erhalten. Der Erwerb eines Jagdscheins steht jedem offen, unabhängig von seiner gesellschaftlichen Position. Im Laufe der Jahrhunderte unterlag die Einteilung der Tiere in Hoch- und Niederwild einem Wandel. Rehe, Feldhasen, Kaninchen, Marder, Füchse, Fasane und Rebhühner zählen auch heute noch zum Niederwild.