Waidgerechtigkeit

Ein seit Jahrhunderten in der deutschen Jägerei verwurzelter Begriff, der Sitten, Bräuche und Regeln der Jagd beinhaltet. Ein Jäger, der diese geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze zur Jagdausübung und zum Schutz des Wildes und der Natur beherzigt, gilt als weidgerecht. Dabei spielt die Demut vor der Schöpfung und damit die Achtung des Wildes in jeder Form, der Tier-, Natur- und Artenschutz eine besondere Rolle. Weidgerechtigkeit umfasst nicht nur das jagdethische und selbstreflexive Verhalten gegenüber den Wildtieren, sondern schließt auch einen respektvollen Umgang mit der übrigen belebten und unbelebten Natur und mit den Mitmenschen – Jägern und Nicht-Jägern – eindeutig mit ein. Weidgerechtigkeit ist somit die erste Form der Jagdethik, die sich auch an christlichen Werten orientiert.